Stroh für den Tank: VERBIO-Chef Claus Sauter packt bei der Strohernte selbst mit an

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VERBIO-Chef Claus Sauter lässt es sich nicht nehmen, jedes Jahr bei der Strohernte für ein paar Tage selbst mit anzufassen und die Strohpresse über den Acker zu steuern. „Ich bin in einem landwirtschaftlichen Familienbetrieb aufgewachsen und habe nicht vergessen, wo ich herkomme. Es macht mir einfach Spaß, auf so einer hochmodernen Strohpresse zu sitzen und draußen auf dem Feld dabei zu sein und mitzumachen“, freut sich der Vorstandsvorsitzende.

CO2-neutral unterwegs mit #StrohimTank

VERBIO kauft das Stroh von den Landwirten der Region. Mit modernster Technik wird von den VERBIO-Mitarbeitern Feld für Feld abgefahren und das Stroh zu großen, 500 kg schweren Ballen gepresst, verladen und zu den VERBIO-Standorten in Pinnow und Schwedt/Oder gebracht. Die im eigenen Haus entwickelte und weltweit einzigartige Technologie zur Produktion von Biomethan aus 100 Prozent Stroh eröffnet ein großes bisher ungenutztes Rohstoffpotenzial – ohne dabei in Flächenkonkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion zu stehen.

Allein in Deutschland bleiben jährlich bis zu 20 Millionen Tonnen Stroh in der Landwirtschaft ungenutzt und stehen für die Kraftstoffproduktion zur Verfügung. Diese Menge reicht aus, um bis zu 10 Millionen PKW oder ca. 200.000 schwere LKW zu betanken. Die Gärreste aus der Biomethanproduktion werden als hochwertiger Biodünger in die Landwirtschaft zurückgeführt und sichern eine ausgeglichene Humusbilanz.

 

Seit 2014 betreibt das Unternehmen im brandenburgischen Schwedt eine Stroh-Biomethan-Anlage; seit 2019 eine weitere im benachbarten Pinnow. Weitere Anlagen befinden sich derzeit in Indien und den USA im Bau.

„Mit der kürzlich verlängerten Mautbefreiung für emissionsarme LKW – darunter auch CNG-LKW, die mit Biomethan betrieben werden können – und mit der durch die Bundesregierung in Aussicht gestellten Erhöhung der Treibhausgasreduktionsquote im Verkehr bestehen nun auch wieder positive Rahmenbedingungen, um über den Bau neuer Anlagen in Deutschland nachzudenken,“ erklärt Claus Sauter.

Das Thema kommt endlich in Fahrt. Der Biomethananteil am CNG-Kraftstoff ist deutlich gestiegen und liegt aktuell bei ca. 50 Prozent. Damit hat der CNG-Antrieb in Sachen „bio“ derzeit die Nase deutlich vorn. Der Bioanteil am deutschen Strommix, mit dem Elektroautos betankt werden, beträgt aktuell erst ca. 40 Prozent. Und ein weiterer Vorteil liegt bei Biomethan auf der Hand: der Kraftstoff ist auch als nahezu CO2-neutrale Alternative für den LKW-Güterverkehr mit einer vorhandenen Tank-Infrastruktur, serienmäßigen Fahrzeugen und günstigen Kraftstoffkosten bei entsprechender Reichweite verfügbar. In diesem Segment kann „E“ bis auf Weiteres ebenfalls noch nicht punkten.