Statement No. 1 (27.11.2017)
CNG statt Diesel und es läuft im innterstädtischen Verkehr - sauber, bezahlbar, verfügbar

Kommentar Claus Sauter zur aktuellen Berichterstattung des SPIEGEL über Fahrverbote für Dieselfahrzeuge und deren Auswirkung für deutsche Städte und Gemeinden; „Städten droht der Stillstand“ von Gerald Traufetter

Der Spiegel berichtet in einem aktuellen Artikel über die weitreichenden Folgen für deninnerstäd-tischen Verkehr, wenn im Februar 2018 das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig über Fahrverbote für Dieselfahrzeuge verhandelt. Die Kommunen melden sich darin zu Wort undschlagen Alarm. Der Mainzer Oberbürgermeister und Präsident des Verbandes kommunalerUnternehmen e.V. Michael Ebling malt den Teufel buchstäblich an die Wand undwarnt vor einemvölligen Still-stand des öffentlichen Lebens, wenn die Dieselfahrverbote greifen. Denn dann drohtnicht nur privaten Diesel-PKW, sondern auch den kommunalen Flotten, wie z. B. im ÖPNV oderder Müllentsorgung, der Stillstand. Herr Ebling kritisiert die Bundesregierung, weil sie die Städtenicht ausreichend bei der Modernisierung der Flotten unterstützt.

Aber liebe Kommunalvertreter, Bürgermeister, Senatoren und Stadtwerke machen Sie es sich andieser Stelle nicht ein bisschen zu einfach?! Schieben Sie nicht etwas zu viel Verantwortung ab?!

Natürlich werden entsprechende finanzielle Mittel für die Erneuerung kommunaler Flotten benötigt. Aber wenn man clever auf CNG-Fahrzeuge setzt und nicht um jeden Preis dem Elekrohype hinterherrennt, findet man sofort verfügbar für fast alle relevanten kommunalenVerkehrsbereiche – vom Omnibus über das Müllfahrzeug bis zum Dienstwagen des Bürgermeisters – eine ökologisch und ökonomisch effiziente Lösung bei überschaubarem Mehraufwand.

Aber die zuständigen Entscheider in den Kommunen verweigern sich seit Jahren dem umweltfreundlichen und wirtschaftlichen CNG-Antrieb. Stattdessen entstehen neuerdingsvermehrt politisch motivierte Entscheidungen ausschließlich zugunsten der E-Mobilität, obwohl diese Umstellungen ein Vielfaches mehr kosten und auch noch zahlreiche technischeSchwierigkeiten im Alltagsbetrieb mit sich bringen. Aktuell will sich zum Beispiel Berlin einsauberes Image verpassen: 30 Elektro-Busse für den ÖPNV sollen geordert werden. Dafür fallen Mehrkosten in Höhe von 18 Millionen Euro an. Bei einer Busflotte von 1.400 Fahrzeugen ist das nichts anderes als ein ökologisches Feigenblatt zu einem stolzen Preis. Für dasselbe Geldkönnte man auch 600 CNG-Busse anschaffen und damit nahezu die halbe Busflotte modernisieren.

Liebe kommunale Entscheider, es geht auch anders: Einfach und kostengünstig mit CNG statt Diesel. Und noch effizienter mit Stroh im Tank! Dabei liegen die Vorteile klar auf der Hand: Die CNG-Technologie ist viel preiswerter in der Anschaffung und schon seit vielen Jahren serienreif.

Die Fahrzeuge laufen zuverlässig, was man von der E-Bus-Technologie derzeit noch nicht behaupten kann - ein entscheidender Punkt für den störungsfreien und pünktlichen Linienbetrieb im ÖPNV.

Auch in Sachen Umweltbilanz liegt der CNG-Antrieb deutlich vorn: Trotz Verbrennungsmotorreduziert sich mit CNG als Kraftstoff der Feinstaub-und Stickoxid-Ausstoß um mehr als 90Pro-zent im Vergleich zum Diesel. Wenn die CNG-Fahrzeuge mit Biomethan aus Reststoffen, wiez. B. Stroh (verbiogas) betankt werden, erreichen sie darüber hinaus bis zu 90 Prozent CO2-Einsparung in der Umweltbilanz. Ein Wert, der beim E-Antrieb nur dann sichergestellt werden kann, wenn 100 Prozent erneuerbarer Strom eingesetzt wird. Derzeit tragen aber nur ca.30 Prozent erneuerbare Quellen zum deutschen Strommix bei.

Dabei gibt es deutsche Städte, die bereits vormachen, wie es besser geht. Nehmen wir z. B. Augsburg, Dessau, Gießen, Wernigerode, Greifswald: Hier fahren die Stadtbusflotten bereits seiteinigen Jahren mit CNG-Antrieb und 100 Prozent Biomethan von VERBIO – und sind damit nahezu feinstaub-, stickoxid-und CO2-neutral unterwegs. Berlin setzt bei der Müllentsorgung ebenfalls schon auf CNG, umso unverständlicher ist es, dass man diese Chance im ÖPNV bewusst ignoriert.

Liebe kommunale Entscheider, Sie setzen schon viel zu lange auf eine teilweise sogar veraltete Dieseltechnik und sind jetzt gezwungen schnell und effizient zu handeln. Werden Sie Ihrer Verantwortung gerecht und investieren Sie in den Umbau der kommunalen Flotte von Diesel zu CNG! Stellen Sie um auf Stroh im Tank! Erhalten Sie die Lebensqualität in Ihren Städten und Gemeinden und bleiben Sie uneingeschränkt mobil!

Ihr Claus Sauter
BioEnergie Experte und Gründer & Vorstandsvorsitzender (CEO) VERBIO AG

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